So gesehen: Hilft der Autotunnel dem Klimaschutz?

79000 Tonnen CO2 verursachen allein Beton und Stahl beim geplanten Bau des Autotunnels am Frankenschnellweg. Zum Vergleich: 2300 Tonnen CO2 kann ein begrünter Tunnel-Deckel in 100 Jahren abbauen. Grafik: Anett Hentschel

Wir er­le­ben ge­rade eine große Hit­ze­welle in Nürn­berg (und in Eu­ropa), und da­mit haut­nah, wie wich­tig die An­pas­sung un­se­rer Stadt an den Kli­ma­wan­del ist. Und dass es sehr von Vor­teil für uns Men­schen wäre, wenn wir al­les da­für tun, das Auf­hei­zen un­se­res Le­bens­rau­mes zu stop­pen. 

Zum Bei­spiel, in­dem wir mit dem Ver­sie­geln von Bo­den auf­hö­ren und statt des­sen Flä­chen ent­sie­geln. Und in­dem wir Bäume als un­sere na­tür­li­che Kli­ma­an­lage er­hal­ten und viele neue pflan­zen. 

Aber auch, in­dem wir gar nicht erst diese gro­ßen Men­gen Treib­haus­gase ver­ur­sa­chen, die un­sere Erde er­wär­men.

Ja, die Kli­ma­fol­gen sind nur ein Aspekt un­ter vie­len bei dem Me­ga­pro­jekt „Fran­ken­schnell­weg“. Anwohner:innen müs­sen vor Lärm und Ab­ga­sen ge­schützt wer­den, und wer auf das Auto an­ge­wie­sen ist, soll weni­ger im Stau ste­hen. Das wol­len üb­ri­gens nicht nur die Be­für­wor­ter, son­dern auch die Geg­ner des Aus­baus er­rei­chen. Nur eben schnel­ler, güns­ti­ger, kli­ma­freund­li­cher.

Beim Bür­ger­ent­scheid „zu­rück auf los“ am 28. Juni stimmt Nürn­berg dar­über ab, ob die der­zei­ti­gen Pla­nun­gen um­ge­setzt wer­den oder ob der Aus­bau ge­stoppt und neu ge­plant wird. 

Stünde es Nürn­berg nicht gut, ein biss­chen mehr Pa­ris, Ut­recht oder Ko­pen­ha­gen zu wa­gen?